Anti-Human EpCAM (CD326) / Ber-EP4 Epithelialer Tumorzellmarker
Mit Hilfe des monoklonalen Antikörpers Ber-EP4 können Basal- und Plattenepithelkarzinome der Epidermis klar unterschieden werden. Am Rand von Biopsien oder in Biopsien mit Quetsch-Artefakten ist Ber-EP4 besonders hilfreich bei der Identifizierung von Rückständen basaler Zellkarzinome. Darüber hinaus können sogar frühe Stadien basaler Zellkarzinome, BCC (basal cell carcinoma) in statu nascendi, detektiert werden, was in H&E gefärbten Schnitten nicht möglich wäre.
Ber-EP4 spielt ausserdem eine weitere wichtige Rolle in der Differentialdignostik, nämlich bei der Unterscheidung von Mesotheliomen und Adenokarzinomen. Dabei sind Mesotheliome Ber-EP4 negativ und Adenokarzimome Ber-EP4-positiv. Aufgrund gelegentlich auftretender Ausnahmen von diesem Regelfall sollte Ber-EP4 hier zusammen mit einer passenden Antikörper-Auswahl betrachtet werden.
Bei Verdacht auf einen Tumor mit endodermalem Epithelzell-Ursprung kann Ber-EP4 hilfreich sein, sollten Cytokeratin-spezifische Antikörper keine klaren Ergebnisse liefern.
A-E: Immunfärbung von humanem EpCAM in formalin-fixierten Paraffin-eingebetteten Gewebeschnitten.
A-C: Immunfärbung basaler Zellkarzinome (BCC, basal cell carcinoma) mit Klon Ber-EP-4. Pfeile: BCC in statu nascendi.
D-E: Immunfärbung maligner Melanome. Identifizierung mesothelialer Zellen durch Calretinin-Färbung (D). Klon Ber-EP4 reagiert nicht mit mesothelialen Zellen (E).
F: Immunpräzipitation des Ber-EP4-Antigens (Glycoproteine mit 34 und 39kDa) aus 125I -markierten MCF-7 Zellen.
(Bilder mit freundlicher Genehmigung von Prof.Dr. Harald Stein, Pathodiagnostik-Berlin, Berlin, Germany)
Hinweise zur Anwendung
Die Bindung des Ber-EP4 Antikörpers kann mit allen erhältlichen Detektionsmethoden nachgewiesen werden. Dabei ist nicht das Detektionssystem selbst, sondern die korrekte Durchführung der Antigendemaskierung entscheidend. Das Ber-EP-4 Epitop wird durch eine enzymatische Behandlung deparaffinierter Gewebeschnitte mit Protease K zugänglich gemacht. Von einer Hitze-induzierten Antigendemaskierung wird ausdrücklich abgeraten, da unspezifische (falsch-positive) Färbungen auftreten können.
Referenzen
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- Sheiban K, Shin SS, Kezirian J, Weiss LM. Ber-EP4 antibody as a discriminant in the differential diagnosis of malignant mesothelioma versus adenocarcinoma. Am J Surg Pathol 15:779-784, 1991
- Beer TW, Shephard P, Theaker JM. Ber-EP4 and epithelial membrane antigen aid distinction of basal cell, squamous cell and basosquamous carcinomas of the skin. Histopathology 37:218-223, 2000
- Kist D, Perkins W, Christ S, Zachary CB. Anti-Human Epithelial Antigen (Ber-EP4) helps define basal cell carcinoma masked by inflammation. Dermatol Surg 23:1067-1070, 1997
- Karahan N, Baspinar S, Yildirim M, Barut I. The use of Ber-EP4 antigen in the differential diagnosis of basosquamous carcinoma from squamous and basal cell carcinoma. Türk patoloji Dergisi 22:87-91, 2001









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