Immunhistochemische Färbung von Mausantikörpern auf Rattengewebe
Sekundärantikörper gegen Maus IgG reagieren aufgrund der hohen Homologie zwischen Maus und Ratte mit IgG von Ratte kreuz und können daher unerwünschte Hintergrundmarkierung endogener Ratte-Immunglobuline im Probengewebe verursachen.
Endogene Immunglobuline befinden sich im interzellulären Raum und verursachen insbesondere Probleme beim Nachweis von Antigenen, die nahe der Zelloberfläche oder in der extrazellulären Matrix lokalisiert sind. Die Höhe des Hintergrunds ist vom Gewebetyp und der einzelnen Probe abhängig. Das Problem tritt oft in Geweben aus Muskel, Haut und Niere auf.
Eine Methode, die Hintergrundfärbung endogener Immunglobuline beim indirekten Nachweis von Mausantikörper auf Mausgewebe zu verhindern, finden Sie hier.
Eine einfachere Vorgehensweise zur Verhinderung von Hintergrundfärbung durch gewebeeigene Immunglobuline besteht in der Auswahl von Sekundärantikörpern, bei denen die Kreuzreaktivität gegen die zur Wirtsspezies des Primärantikörpers homologen Spezies minimiert ist (MinX).
Bei der Markierung von Maus-Primärantikörpern auf Rattengeweben sind Anti-Maus MinX Ratte-Sekundärantikörper erforderlich.
Zur Färbung auf Rattengewebe dem Beispielprotokoll folgen, Schritt 7./8. weglassen und in Schritt 11. z. B. Kat-Nr. 115-035-166 einsetzen.
Zusätzlich bieten wir für den Nachweis von Maus Antikörpern auf Rattengewebe in der Immunhistochemie optimierte Kits an. Diese verfügen zusätzlich über hochsensitive Polymer-basierte Nachweisreagenzien.
Hinweis: Augrund der Adsorption gegen eine eng verwandte Spezies können monoklonale Primärantikörper, die seltenere IgG-Subklassen besitzen (IgG2b, IgG3), teilweise nicht mehr so gut erkannt werden. Die Sensitivität eines gegen Ig einer homologen Spezies adsorbierten Sekundärantikörpers ist vermindert. Dies gilt insbesondere für Anti-Maus (adsorbiert gegen Ratte), Anti-Ratte (adsorbiert gegen Maus) oder Anti-(arm.)Hamster (adsorbiert gegen Maus, Ratte).
Wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, Primärantikörper einer Spezies (z.B. Maus) in der Gegenwart einer anderen, eng verwandten Spezies (z.B. Ratte) nachzuweisen, sollte die Wahl eines gegen eng verwandte Spezies adsorbierten Sekundärantikörpers daher vermieden werden.











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